
Wilderness International
Gegründet: 2008
Wilderness International ist eine Stiftung aus Dresden, die seit 2008 genau das tut: Sie erwirbt bedrohte Urwaldflächen rechtssicher und nimmt sie dauerhaft aus dem Verkehr. Nicht mit Kampagnen, sondern mit Grundbucheintrag. Ein Euro schützt einen Quadratmeter — nachweisbar, mit Geokoordinaten.

Es gibt nur noch wenige Lebensräume auf dieser Erde, die noch nicht von Menschen überformt sind. Einer der artenreichsten, die tropischen Regenwälder, ist nicht nur ein Wald. Es ist ein Archiv, ein Speicher. Vier von zehn Wirbeltierarten der Welt leben dort. Ein aufgeforsteter Wald ist zunächst nur ein Wald. Ein Primärwald braucht über 100 Jahre, um wieder zu dem zu werden, was er war. Ein Urwald, der abgeholzt wurde, kommt in menschlichen Zeiträumen also nicht zurück.
WI hat sich vorgenommen, die letzten intakten Waldstücke dieser Erde zu sichern.

Naturschutz scheitert meist nicht am Willen, sondern an der Zuständigkeit. Solange ein Waldstück jemandem gehört, der es roden darf — für Vieh, Acker, Gold — helfen keine Petitionen. Der nächste Regierungswechsel, das nächste Konzessionsverfahren, der nächste Weltmarktpreis für Holz oder Gold kann wieder alles ändern.
Wer das Land besitzt, ist der Bestimmer. Wilderness International kauft es. Rechtssicher, mit Eintrag im Grundbuch. Kein Pachtvertrag, der ausläuft. Keine Schutzzone, die ein neuer Kongress wieder aufhebt. Ein Eigentum, das für immer bestehen bleibt.

Ein Euro — ein Quadratmeter. Transparent, nachrechenbar, mit Urkunde. Auf der Urkunde stehen Koordinaten, ein Luftbild, die genaue Adresse deines Waldstücks. Du kannst es auf Google Maps suchen. Es wird da sein, wenn du in fünf Jahren nachsiehst.
Ein Waldhüter in Peru verdient sein Geld mit dem Wald — wenn der Wald stehen bleibt. Das ist nicht selbstverständlich. Die Alternativen in Madre de Dios heißen: Bäume fällen, Gold schürfen, jagen. Alle drei zerstören das, was hier wirklich wertvoll ist.
Eudes Pashanaste war zehn Jahre Soldat, unter anderem in einer der gefährlichsten Regionen Perus, wo Drogenhandel und illegales Goldschürfen herrschten. Heute ist er Waldhüter. Er patrouilliert mit GPS und Drohne, stellt Sensoren auf. Er unterrichtet Schulklassen aus Puerto Maldonado, denen er erklärt, was in diesem Wald lebt. Mit Ana-Paula Bezzolo, der Koordinatorin für Umweltbildung, bringt er Kindern bei, warum der Wald zählt — nicht als abstrakte Idee, sondern als Lebensraum.
Umweltbildung ist deshalb die andere Hälfte des WI-Modells. Ein Kind, das den Dschungel kennenlernt, wird ihn als Erwachsener nicht zerstören.

Stefany Rado Serrano hat an der Universität von Cusco Biologie studiert, dann an der Renaturierung goldminenzerstörter Gebiete gearbeitet. Sie war spezialisiert auf die Wiederherstellung von Ökosystemen, die Menschen gerade eben zerstört hatten.
Irgendwann wurde ihr klar: Es ist einfacher, einen Wald zu bewahren, als einen wiederherzustellen.
Deshalb arbeitet sie jetzt als Waldhüterin für WI und leitet die biologischen Erfassungen im Secret Forest. Sie beschreibt ihre Arbeit mit einem Zitat des Dichters Rabindranath Tagore:
„Verwandle einen Baum in Brennholz und er wird für dich brennen, aber er wird keine Blumen oder Früchte für deine Kinder tragen."
Sie sagt: Das war lange Poesie. Inzwischen ist es unsere Realität.
Begehungen zu Fuß, Drohnenflüge, Feuersensoren an den Grenzen, Kamerafallen für die Artenvielfalt. Gemeinsam mit der ETH Zürich läuft ein eDNA-Projekt, das die Biodiversität durch Umwelt-DNA erfasst — Spuren in Wasser und Erde, aus denen sich ablesen lässt, welche Tiere im Wald leben, ohne ihnen zu begegnen. Unterstützt von der Audi Umweltstiftung und DJI.
Geprüft wurde auch die Stiftung selbst. Sie trägt das Phineo-Wirkt!-Siegel, und ist Unterzeichnerin der Initiative Transparente Zivilgesellschaft. Ein Prozessgutachten des Forstwirts Rainer Kant vom BAUM e.V. bestätigt WIs Arbeit als ein zukunftsweisendes Modell für den Waldschutz. BAUM e.V. - Gutachten
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Der Misty Forest an der Westküste Kanadas ist so anders, dass man fast nicht glauben kann, dass es auch ein Urwald ist. Temperierter Regenwald statt Tropen, Küstenwölfe statt Jaguare, Buckelwale vor der Küste. Porcher Island, eine Inselgruppe im Nordwesten. Auch dort arbeitet WI mit dem gleichen Modell: Kauf, Schutz, Monitoring, Community, langfristig.

Waldschutz ist wichtiger als Aufforstung. Urwälder regenerieren sich — schneller als lange gedacht. Tiergemeinschaften erholen sich innerhalb von 30 Jahren bis zu 75 Prozent, wenn intakte Wälder in der Nähe sind als „Spenderflächen". Aber: Das "Ökosystem Urwald" braucht über 100 Jahre zur vollständigen Regeneration (Metz et al. 2026 / Nature). Und wenn rundherum keine intakten Wälder mehr stehen, funktioniert es vielleicht gar nicht.
Das heißt: Aufforstung ist gut. Waldschutz ist aber besser. Weil die noch lebenden Primärwälder die Quelle sind, aus der sich alles andere speist und die Regeneration überhaupt erst möglich wird.
Wilderness International sichert genau diese Quelle.
Du zahlst keinen Cent mehr als sonst. Du startest deinen Einkauf über donista, kaufst beim gleichen Shop zum gleichen Preis — und 80 % der Provision gehen an Wilderness International. Ein Euro davon ist ein Quadratmeter Urwald im Amazonas oder an der kanadischen Küste. Für immer.
Aus Marketingbudget wird Urwald.
SSiamak
MMichaelHier siehst du die neuesten Einkäufe von Nutzern, die dieses Projekt unterstützen.
Prozessgutachten: Schutz von Wald- und Wildnisgebieten durch Wilderness International
Zertifizierer: BAUM e.V.
Fazit:
Die Strategie zur Erreichung eines dauerhaften Waldschutzes durch gezielte Flächenkäufe, rechtssichere Eintragung, laufende Überwachung und (Re)-Finanzierung, wird systematisch und erfolgreich umgesetzt.
Die Behauptung von Wilderness International, dass Primärregenwälder weiterhin Kohlenstoff binden, ist forschungsbasiert und sachlich zutreffend. Ein Zuwachs von 3,02 t C/ha/Jahr (11 t CO₂/ha/Jahr) liegt im Rahmen der Forschungsergebnisse für intakte Primärwälder. Der Verweis auf Cook-Patton et al. (2020) ist korrekt. Die Entscheidung von Wilderness InternationaI, den Zuwachs nicht zu bilanzieren, entspricht einem vorsichtigen und verantwortungsvollen Modellierungsansatz.
Durch die vielschichtigen Treiber der Entwaldung in Madre de Dios und insbesondere in der unmittelbaren Nähe der Schutzgebiete von WI, ist die Additionalität des Tropenwaldschutzprojektes „Secret Forest“ nachweislich gegeben. Ohne den Kauf, die Unterschutzstellung und die vielfältigen Aktivitäten (Konzessionsflächen, Gebietskontrolle durch regelmäßige Patrouillen, Agroforst- und Schulprojekte etc.) ist anzunehmen, dass die geschützten Waldflächen zum jetzigen Zeitpunkt oder in den nächsten Jahren nicht mehr existieren würden. Der Leakage-Gefahr tritt WI mit Erweiterung von Schutzflächen, Verbindung mit anderen Schutzgebieten, Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden, Schaffung nachhaltiger Einkommensquellen, Bildung partizipativer Waldverwaltung, sowie Feldkontrollen und Frühwarnsysteme entgegen. Damit trägt WI dazu bei, dass der Schutz des Secret Forest über die Gebietsgrenzen hinauswirkt und die vermiedenen Emissionen sowie der Biodiversitätsschutz nicht durch Verlagerungseffekte unterlaufen werden.
Von der ursprünglichen Fläche des temperierten Regenwaldes sind in Kanada nur noch etwa 25% übrig. Diese letzten Gebiete werden von den Forstkonzernen zur Holzgewinnung, den Agrarkonzernen mit Ausweitung der Agrarflächen, Zersiedlung, Bau und Infrastruktur sowie dem Austritt Kanadas aus dem Kyoto-Protokoll bedroht. Die konkrete Bedrohungslage der WI-Schutzgebiete auf Porcher Island, Calvert Island, Read Island und Toba Valley ist zwar in der Vergangenheit als eher gering einzustufen, hat sich aber im Laufe der letzten 5 Jahre deutlich verstärkt. Die Additionalität ist daher mit Blick auf den stark gestiegenen Logging-Druck in British Columbia eindeutig gegeben.
Dass unsere Arbeit wirklich wirksam ist und eure Spendengelder dort ankommen, wo sie gebraucht werden, haben wir jetzt schwarz auf weiß! Nach einem langen Prüfungsprozess können wir stolz verkünden, dass wir am 06. November 2023 in Berlin das PHINEO “Wirkt!”-Siegel verliehen bekommen haben.
Das PHINEO “Wirkt!”-Siegel ist ein kostenloses Qualitätssiegel für besonders wirkungsvolle gemeinnützige Organisationen. Es bestätigt, dass unsere Arbeit einen nachvollziehbaren Effekt hat und dass wir eine leistungsstarke und transparente Organisation sind. Als Spender:in oder Partner könnt ihr so sicher sein, dass euer Beitrag bei uns effektiv eingesetzt wird.
Um es zu erhalten, wurden wir über sechs Monate hinweg in einem vierstufigen Verfahren von unabhängigen Expert:innen geprüft und analysiert. Von insgesamt 101 Bewerbungen haben nur 14 Organisationen den Prozess bestanden und das Siegel erhalten.
Alle Angaben beziehen sich auf das zuletzt gemeldete Geschäftsjahr.