
Jedes Kind soll nach dem Ende der Grundschulzeit die Schullaufbahn einschlagen können, die seiner tatsächlichen Begabung entspricht – unabhängig von seiner Herkunft.
Das ist das Herzstück von MENTOR. Gegründet im April 2005 von elf engagierten Bürgern, verfolgt der Verein ein einfaches, aber radikales Ziel: Lesekompetenz als Schlüssel zu Chancengleichheit.
Ohne gute Lesefähigkeit – so die Überzeugung – kann ein Kind weder schulisch noch außerschulisch Erfolg haben. Lesen ist keine Freizeitaktivität. Es ist die fundamentale Grundlage für alle weiteren Lernprozesse, für Selbstwertgefühl und für ein selbstbestimmtes Leben.
MENTOR setzt an dieser Stelle an: Früh, nachhaltig, und mit voller Kraft.
MENTOR arbeitet nicht mit Schulen und abstrakten Förderprogrammen. Das „Herz" der Arbeit sind die Mentoren in den Grundschulen – Menschen aus verschiedensten Berufen (von Studierenden bis zu Pensionären), die sich Zeit nehmen, um Kindern beim Lesen beizubringen.
Die Idee ist radikal niedrigschwellig: Ein Erwachsener, ein Kind, ein Buch. Kein Druck, keine Noten, nur Aufmerksamkeit und Kontinuität. Diese persönliche Beziehung macht den Unterschied.
MENTOR operiert nicht isoliert. Der Verein ist aktiv in:
Aktuell sind 85 Mentoren im Einsatz und unterstützen Hunderte von Kindern jährlich. Im schulischen Alltag sind diese Mentoren unsichtbar – aber ihre Wirkung ist messbar.
Im Schuljahr 2018/2019 wurden in 43 Schulen 378 Kinder direkt gefördert. Insgesamt wurden 6.790 Förderstunden erteilt – Zeit, die Kinder sonst nicht bekommen hätten.
Das sind nicht nur Zahlen. Das sind 378 Kinder, deren Chancen sich verbessert haben. 378 Kinder, die merken: „Ich kann das. Mich interessiert man. Ich bin wichtig."
Wer sind die Menschen hinter MENTOR? Sie kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft:
Was sie verbindet: Das tiefe Verständnis, dass ein einzelner Mensch, mit Geduld und Kontinuität, das Leben eines Kindes verändern kann.
MENTOR bietet seinen Mentoren Fortbildungen, empfohlene Materialien und kontinuierliche Mentorenbetreuung an. Die Arbeit wird professionell begleitet – weil Leidenschaft allein nicht reicht.
MENTOR Lüneburg ist der Mutterverein. Daneben existieren drei Außenstellen:
Diese dezentrale Struktur ermöglicht lokale Wurzeln und globale Skalierbarkeit. Jede Außenstelle ist autonom, aber vernetzt mit der Zentrale.
Lesekompetenz ist nicht nur eine schulische Maßnahme. Sie ist ein sozialpolitisches Statement. Kinder, denen niemand vorliest, denen keiner Zeit schenkt, haben von Anfang an weniger Chancen – nicht weil sie weniger begabt sind, sondern weil ihnen das Werkzeug fehlt.
MENTOR sagt: Das ist nicht richtig. Und MENTOR tut etwas dagegen.
Die Mission von MENTOR Lüneburg ist die Überzeugung, dass Chancengleichheit nicht von oben verordnet wird, sondern von unten aufgebaut wird – eine Beziehung, ein Buch, ein Kind nach dem anderen.
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