
EinDollarBrille e.V.
Founded: 2012
Über 950 Millionen Menschen weltweit benötigen eine Brille, können sie sich aber nicht leisten – mit gravierenden Folgen: Kinder können dem Unterricht nicht folgen, Erwachsene keine qualifizierte Arbeit aufnehmen. Laut einer WHO-Studie von 2019 liegt die Zahl der betroffenen Menschen bei 950 Millionen. Genau hier setzt EinDollarBrille e.V. an, gegründet 2012 vom ehemaligen Lehrer Martin Aufmuth in Erlangen. EinDollarBrille
Das Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll:
Lokale Fachkräfte werden vor Ort zu sogenannten GoodVision Technicians ausgebildet und führen kostenlose Sehtests durch. Da in vielen Ländern des globalen Südens augenoptisches Fachpersonal fehlt, hat der Verein zusammen mit Augenärztinnen und Optikern ein einjähriges Ausbildungskonzept entwickelt. Anschließend stellen die Fachkräfte selbst die namensgebende EinDollarBrille her – ein robustes Federstahlgestell mit bruchsicheren Kunststoffgläsern, dessen Material rund einen US-Dollar kostet und das ohne Strom produziert werden kann, was den Einsatz auch in strukturschwachen ländlichen Regionen ermöglicht.
Besonders hervorzuheben ist die soziale Dimension des Projekts:
In den Programmländern bietet der Verein aktiv Arbeitsplätze für Menschen an, die aufgrund körperlicher Einschränkungen besondere Unterstützung benötigen oder aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt sind – bei gleichem Lohn für gleiche Arbeit. So entsteht über die augenoptische Versorgung hinaus echte wirtschaftliche Teilhabe für Menschen, die sonst kaum Zugang zum Arbeitsmarkt hätten.
Die Wirkung ist messbar:
Nach mehr als 13 Jahren Programmarbeit, über 25.000 Augencamps und mehr als 2 Millionen Sehtests tragen heute 1 Million Menschen EinDollarBrillen, aktuell in elf Programmländern auf drei Kontinenten. Ergänzend baut der Verein mit mobilen Teams und Telerefraction-Technologie die augenoptische Grundversorgung in entlegenen Regionen weiter aus und engagiert sich zunehmend auch in der Behandlung des Grauen Stars. Eindollarbrille
EinDollarBrille e.V. verbindet damit drei donista-relevante Wirkungsebenen: unmittelbare Gesundheitsversorgung, lokale Beschäftigung für besonders benachteiligte Gruppen sowie nachhaltigen Kompetenzaufbau vor Ort statt reiner Geberhilfe.
Das DZI stuft die Effektivität und Effizienz des Vereins mit "neutral" ein.
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Finanzbericht 2024:
| Position | 2024 |
|---|---|
| Einnahmen | 6,655 m€ |
| Ausgaben | 7,443 m€ |
| Betriebsergebnis | -0,788 m€ |
Werbung und Verwaltung: 1,532 m€ = 20,6 % der Ausgaben und 23% der Einnahmen.
All figures refer to the most recently reported fiscal year.